har Oldenburg. Ein Blinzeln gibt Hoffnung: Es ist die einzige Reaktion, die Jerzy Hawrylewicz auf das Leben um sich herum zeigt. Seit zehn Jahren liegt der frühere Fußball-Profi des VfB Oldenburg im Wachkoma. Seine Familie hat die Hoffnung aber nie aufgegeben, dass der 43-jährige Pole einiges von dem mitbekommt, was in seiner nächsten Umgebung passiert. Aber ganz genau wissen es Ehefrau Ewa und die Kinder Joanna, Lukasz und Monika nicht. "Wir haben jetzt alles bestens organisiert. Jeder hat auch einmal Zeit für sich und kann zur Ruhe kommen", erzählt Ewa Hawrylewicz. Heute jährt sich zum zehnten Mal der Tag, an dem ihr Mann auf dem Spielfeld zusammenbrach. Sein Gehirn war acht Minuten ohne Sauerstoffzufuhr geblieben. Seitdem leidet er am so genannten Apallischen Syndrom. "Es ist nicht zu ändern, auch wenn ich manchmal noch sehr traurig bin. Aber ich weine nicht mehr so oft wie früher", sagt seine Ehefrau. Sie meistert ihr Schicksal in bewundernswerter Weise. Nach Krankenhaus und Reha kam ihr Mann für kurze Zeit in ein Pflegeheim. Doch schnell war sie sich mit den Kindern einig, dass der Vater nach Hause kommen sollte. Die finanzielle Unterstützung aus Sportlerkreises ist groß. Bayern München und die polnische Nationalmannschaft haben Benefizspiele bestritten, ehemalige Mitspieler wie Thomas Gerstner und Thomas Möller Einzelaktionen organisiert. Und auch Box-Weltmeister Dariusz Michalczewski hilft der Familien ohne großen Medienrummel.
Das Geld fließt auf ein Spendenkonto bei der Oldenburgischen Landesbank (Konto-Nummer: 1248 282 400, Bankleitzahl: 280 200 50).